JU Schweinfurt stellt sich gegen Frauenquote in der CSU

Verfasst von Oliver. Veröffentlicht in Pressemitteilungen

Der Kreisvorsitzende Oliver Schulte erklärt zur aktuellen Diskussion innerhalb der CSU: „Der Kreisverband der Jungen Union Schweinfurt Stadt lehnt eine Frauenquote in der CSU ab. Sie ist nicht im Sinne einer modernen Parteiarbeit. Quotenregelungen widersprechen der Demokratie. Eine Quote vermittelt die falsche Botschaft. Geschlecht darf Qualifizierung nicht ersetzen.“  Stattdessen müsse gelten: Eine verstärkte Werbung von Frauen als Mitglieder der CSU wird eine andere Frauenpolitik mit sich bringen, die automatisch auch einen höheren Anteil von Frauen in Führungspositionen bedingt.

Die Stellvertretende Kreisvorsitzende und Stadträtin Stefanie Stockinger meint, dass sich bei Einführung einer Quote alle Frauen in Führungspositionen automatisch dem Vorwurf ausgesetzt sehen würden, nur der Quote wegen diese Position erreicht zu haben. Dies würde den engagierten Frauen in der CSU nicht gerecht. Zudem würden sie als „Quotenfrauen“ abgestempelt. Die Junge Union fordert, dass anstelle der Quote eine konsequente Frauenförderung auf allen Ebenen der CSU ausgebaut werden muss. Ein gutes Beispiel hierfür sind die bereits erfolgreichen Mentoringprogramme, die durch Schulungen und speziell auf Frauen abgestimmter Mitgliedergewinnungsprogramme weiterausgebaut werden müssen. Wenn sich dadurch der Frauenanteil der CSU erhöhe, werde dies mittelfristig auch in den Führungsgremien der Partei abgebildet sein.

Als Leitlinie solle gelten: Die CSU werde nicht automatisch nur dadurch für Frauen attraktiver, wenn sie mehr Frauen in Führungspositionen habe. Entscheidender sei, dass die CSU die richtige Frauenpolitik mache – mit Themen ansprechen, die Frauen von heute bewegen. „Am Beispiel der CSU-Stadtratsfraktion in Schweinfurt kann man sehen, dass man auch ohne Quote mehr Frauen in Amt und Mandat bringt als beispielsweise anderen Parteien: Die achtzehnköpfige CSU –Stadtratsfraktion behauptet sich mit sieben Frauen in ihren Reihen, das konsequente Reisverschlusssystem der hiesigen SPD führte lediglich dazu, dass von neuen Stadtratsmitgliedern nur zwei Frauen sind.“ so JU-Kreisvorsitzender Oliver Schulte.